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DIN EN 17975: LOTO-Grundlagen

Kontrolle gefährlicher Energien und Fluide nach DIN EN 17975


DIN EN 17975 Lockout-Tagout

Die im Dezember 2025 veröffentlichte DIN EN 17975 befasst sich mit einem zentralen Thema der Arbeitssicherheit: Wie können Beschäftigte bei Wartung, Reparatur, Reinigung, Fehlersuche oder anderen Instandhaltungsmaßnahmen zuverlässig vor gefährlichen Energien und Fluiden geschützt werden?

Dabei geht es nicht nur um elektrische Energie. Zu berücksichtigen sind sämtliche für eine Tätigkeit relevanten Energie- und Fluidquellen sowie gespeicherte oder verbleibende Energien. Die Norm betrachtet deshalb den gesamten Prozess von der Ermittlung der Gefahren über die Auswahl geeigneter Sicherungsverfahren bis zur sicheren Durchführung und Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen.

Damit schafft die DIN EN 17975 einen einheitlichen Rahmen, um Gefahren systematisch zu erfassen. Darauf aufbauend können geeignete Maßnahmen zur sicheren Energietrennung im Betrieb festgelegt und nachvollziehbar dokumentiert.

Risikobeurteilung steht am Anfang

Die DIN EN 17975 verfolgt einen risikobasierten Ansatz. Vor der Umsetzung eines Sicherungsverfahrens sind die vorhandenen Energien und Fluide je Objekt zu erfassen. Ebenso müssen die Trenn-, Isolier- und Verteilungsvorrichtungen bestimmt, lokalisiert und gekennzeichnet werden. Darüber hinaus sieht die Norm ein Identifikationsdokument für Energien, Fluide, Anlagenteile und Absperrvorrichtungen vor.

Auf Basis der Risikobeurteilung wird anschließend das geeignete Verfahren zur Risikokontrolle ausgewählt. Die Norm unterscheidet vier Prozesse: die verstärkte Isolierung durch Lockout/Tagout (RI), die Standardisolierung durch Lockout (SI), die Neutralisierung über Steuerungssysteme (N) und spezielle Vorkehrungen bei weiterhin vorhandenen Energien oder Fluiden (SP).

Dabei kommt der verstärkten Isolierung eine besondere Bedeutung zu: Nach DIN EN 17975 sollte die Standardentscheidung auf die verstärkte Isolierung fallen, sofern keine Schwierigkeiten deren Anwendung verhindern.

Lockout-Tagout umfasst mehr als Schloss und Verriegelung

Ein wirksames LOTO-System besteht deshalb nicht nur aus dem Anbringen eines Vorhängeschlosses. Die DIN EN 17975 betrachtet technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen gemeinsam.

Zu den in der Norm genannten technischen Mitteln gehören unter anderem Identifikationsanhänger und -etiketten für Absperrvorrichtungen, geeignete Lockout-Hilfsmittel, Warnschilder und Warnetiketten, Vorhängeschlösser oder vergleichbare Sperrmechanismen sowie Schließbügel, Schlüsselkästen und Systeme zur Verwaltung der Schlösser. Auch geeignete Aufbewahrungsstellen, Arbeitsanweisungen und Arbeitsablaufpläne werden berücksichtigt.

Damit wird deutlich: Ein durchgängiges LOTO-Konzept beginnt bei der Ermittlung der Energiequellen und reicht über die passende Verriegelung und eindeutige Kennzeichnung bis zu dokumentierten Abläufen und klar geregelten Verantwortlichkeiten.

DIN EN 17975 mit MAKRO IDENT umsetzen

MAKRO IDENT unterstützt Unternehmen bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Lockout-Tagout-Lösungen. Als langjähriger Brady-Distributor und seit neun Jahren durchgehend zertifizierter Brady GOLD-Partner bietet MAKRO IDENT das komplette Brady-Sortiment für Lockout-Tagout und industrielle Kennzeichnung.

Dazu gehören Sicherheitsschlösser und verschiedene Schließsysteme, mechanische und elektrische Verriegelungen, Ventil- und Pneumatikverriegelungen, Kabelverriegelungen, Blockierbügel, Gruppenverschlusskästen, Lockout-Stationen, Shadowboards, Sicherheitsanhänger und weitere LOTO-Hilfsmittel. Auch Sonderanfertigungen von Schlössern sowie individuell nach Kundenanforderung gefertigte Schilder und Kennzeichnungen sind möglich.

Für die dauerhafte Kennzeichnung von Maschinen, Anlagen, Energiequellen und Absperrpunkten bietet MAKRO IDENT zudem Brady-Drucksysteme, Industrie- und Sicherheitsetiketten sowie entsprechende Kennzeichnungsmaterialien an.

Von der Bestandsaufnahme bis zur LOTO-Prozedur

Neben den Produkten bietet MAKRO IDENT umfassende Dienstleistungen für Unternehmen an, die ein Lockout-Tagout-System neu einführen, bestehende Prozesse überprüfen oder ihr vorhandenes LOTO-Programm an die Anforderungen der DIN EN 17975 anpassen möchten.

Dazu gehören GAP-Analysen und Discovery Services sowie Unterstützung bei der Erstellung von Risikobeurteilungen und Identifikationsdokumenten. MAKRO IDENT unterstützt außerdem bei der Auswahl geeigneter LOTO-Hilfsmittel, bei der Kennzeichnung der Absperrpunkte, bei der Erstellung einer unternehmensinternen LOTOTO-Politik sowie bei der Ausbildung und Schulung der beteiligten und autorisierten Personen.

Für Maschinen und Anlagen können zudem individuelle visuelle Lockout-Tagout-Prozeduren erstellt werden. Mit den entsprechenden VLOP-Services werden die Energiequellen und Energietrennpunkte einer Maschine erfasst und daraus maschinenspezifische LOTO-Prozeduren entwickelt. Für die digitale Erstellung, Verwaltung, Überprüfung und Aktualisierung solcher Sicherheitsprozeduren steht mit LINK360 eine entsprechende Softwarelösung zur Verfügung.

Damit kann MAKRO IDENT Unternehmen von der ersten Bestandsaufnahme über die Auswahl der benötigten Verriegelungen, Sicherheitsschlösser und Kennzeichnungen bis zur Erstellung und Verwaltung maschinenspezifischer LOTO-Prozeduren unterstützen.

Die DIN EN 17975 bietet Unternehmen einen strukturierten Ansatz, bestehende Verfahren zu überprüfen und Risiken durch gefährliche Energien und Fluide bei Instandhaltungsarbeiten systematisch zu kontrollieren. Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt dabei von den vorhandenen Anlagen, Energie- und Fluidquellen, Tätigkeiten und den jeweils ermittelten Risiken ab.

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